Ist die Lichttherapie unbedenklich?

Das bei der Lichttherapie eingesetzte helle Licht ist völlig unbedenklich und es gibt keine Anzeichen, dass Augenschäden durch Lichtduschen oder Lichtvisiere hervorgerufen werden können. Es entsteht nur eine äußerst geringe Menge UV-Licht (ultraviolettes Licht) - wesentlich weniger als bei normalem Tageslicht - so dass auch für Personen mit empfindlicher Haut oder Personen, die UV-Licht meiden sollen, keine Bedenken bestehen.

Bei einigen wenigen Personen treten Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Augenermüdung, Übelkeit und Hyperaktivität auf, die jedoch in der Regel nur sehr leicht sind und durch Abschalten des Lichts einfach zu beseitigen sind. An den darauffolgenden Tagen sollte die Therapiedauer langsam erhöht werden, um die eigene optimale Behandlungsdauer zu ermitteln. Gelegentlich treten Fälle von Schlaflosigkeit auf, was häufig darauf zurückzuführen ist, dass die Therapie zu kurz vor dem Einschlafen durchgeführt wird.

Lumie empfiehlt, dass Personen mit schweren Augenleiden vor Beginn einer Lichttherapie einen Spezialisten konsultieren.

Es kann vorkommen, dass Kinder an SAD leiden; auch für Kinder ist die Lichttherapie unbedenklich. Allerdings sollten vor allem jüngere Kinder im Umgang mit elektrischen Geräten beaufsichtigt werden. Kinder können sich ohne Weiteres im Raum aufhalten oder neben Ihnen sitzen, während Sie Ihre Lichttherapie durchführen.

Da es kaum Forschungen über die Auswirkungen der Lichttherapie bei Babys gibt, sollten Babys dem Licht vorsichtshalber nicht zu nah ausgesetzt werden.

Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse legen nahe, dass die Lichttherapie während der Schwangerschaft unbedenklich ist. Inzwischen laufen sogar einige Untersuchungen über den Einsatz von Licht statt Medikamenten bei der Behandlung von Schwangerschaftsdepressionen sowie bei perinataler Depression.